Ministeria quaedam,

 ist der Titel eines Motu proprio, das Papst Paul VI. am 15. August 1972 erließ. Er schaffte die Spendung der niederen Weihen sowie der höheren Weihe zum Subdiakon und die daraus folgenden Weihestufen im römischen Ritus ab und regelte die Bestimmungen zu den liturgischen Diensten des Lektors und des Akolythen neu.

Das eine Weihesakrament entfaltet sich in drei Stufen (ordines):

  • Diakonat (Diakonweihe, ordo diaconorumOrdinatio diaconorum) – die Hauptaufgaben des Diakons sind im diakonischen und seelsorglichen Dienst, der Verkündigung des Evangeliums und der Feier des Gottesdienstes.
  • Presbyterat (Priesterweihe, ordo presbyterorumOrdinatio presbyterorum) – der Priester übernimmt als Mitarbeiter des Bischofs die Leitung von Gemeinden und die Spendung der Sakramente (mit Ausnahme der Weihe).
  • Episkopat (Bischofsweihe, ordo episcoporumOrdinatio episcopalis) – die Bischöfe sind als Nachfolger der Apostel für die Leitung der Kirche verantwortlich. In der dritten und höchste Weihestufe vereint sich die Fülle des Weihesakraments.

Die einzelnen Stufen bauen aufeinander auf: Zum Empfang der Priesterweihe ist die Diakonweihe erforderlich, für die Bischofsweihe die Priesterweihe. Die Bischofs- und Priesterweihe verleihen die Sendung und die Vollmacht, in der Person Christi zu handeln, die Diakonweihe „hingegen die Kraft, dem Volk Gottes in der Diakonie der Liturgie, des Wortes und der Liebe zu dienen“.

Durch die Weihe wird der Kandidat in den jeweiligen Ordo der Kirche (Ordo episcoporum, Ordo presbyterorum und Ordo diaconorum) aufgenommen.

Wir bestätigen für das Christ – Katholische Missionsbistum dieses Motu prorio von Pabst Paul den VI. – Eine Weihe zum Subdiakon wird nicht mehr vorgenommen.

+ Bischof Thomas Doell

30.12.2020

Dogmen aus Christ – Katholischer Sicht

im Missionsbistum

 „Symbole“ der sieben ökumenischen Konzilien sowie diejenigen Konzilsentscheidungen der römisch-katholischen Kirche, die dogmatischen Rang haben. Die Dogmen in diesem Sinne beanspruchen Verbindlichkeit. 

Unter Dogmen versteht man im Laufe der Kirchengeschichte durch die lehramtliche Autorität formulierte Sätze sowie seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil auch Aussagen darstellender Texte, die für die inhaltliche Profilierung ihres Glaubens wichtig sind. Sie „sind Lichter auf dem Glaubensweg. Sie erleuchten und sichern ihn.“

 

Vorkonziliare Epoche:

Erste Jahrhunderte: Regula fidei, Apostolisches Glaubensbekenntnis

 

Konziliare Epoche:

  • 325 (Ökumenisches Konzil von Nicäa): Dreieinigkeit, am Anfang des Arianischen Streites
  • 381 (Ökumenisches Konzil von Konstantinopel): Nicäno-Konstantinopolitanum, beendete den Arianischen Streit
  • 431 (Ökumenisches Konzil von Ephesus): Maria ist Gottesgebärerin (theotokos).
  • 451 (Ökumenisches Konzil von Chalcedon): Christologie, Christus ist wahrer Gott und wahrer Mensch, unvermischt und ungeschieden.
  • 553 (Ökumenisches Konzil von Konstantinopel II): Christologie, beendete den Dreikapitelstreit.

Diese fünf und noch zwei weiteren dogmatischen Definitionen der insgesamt sieben ökumenischen Konzilien der Alten Kirche sind in allen christlichen Kirchen anerkannt. 

Im Ersten Vatikanischem Konzil (1870) wurde der Begriff Dogma im engeren Sinn festgehalten:

Mit göttlichem und katholischem Glauben (fide divina et catholica) ist all das zu glauben (ea omnia credenda), was im geschriebenen oder überlieferten Wort Gottes enthalten ist (in verbo Dei scripto vel tradito) und von der Kirche im feierlichen Lehrurteil oder durch gewöhnliche und allgemeine Lehrverkündigungen als von Gott geoffenbart zu glauben vorgelegt wird (tamquam divinitus revelata credenda proponuntur).

  1. Vatikanisches Konzil(DH 3011)

Dogmen im Sinn des Ersten Vatikanischen Konzils sind bislang lediglich:

die unbefleckte Empfängnis Mariens (Papst Pius IX.: 8. Dezember 1854)

die päpstliche Unfehlbarkeit und der Jurisdiktionsprimat des Papstes (Papst Pius IX.: 18. Juli 1870)

die Leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel, das erste und zugleich bislang letzte Mal seit 1870, dass ein Papst vom Unfehlbarkeitsdogma Gebrauch machte (Papst Pius XII.: 1. November 1950)

Das Zweite Vatikanische Konzil von 1962 bis 1965 lehrt die notwendige Unveränderlichkeit der Glaubenswahrheit als ganzer, öffnete diese jedoch dem Dialog mit den Andersdenkenden. Die Kompetenz zur Unterscheidung des Wesentlichen vom Veränderlichen liegt beim kirchlichen Lehramt des Papstes – allein oder mit dem Bischofskollegium der Weltkirche. In seinem Ökumenismusdekret Unitatis redintegratio („UR“) spricht das Konzil von einer

Hierarchie‘ der Wahrheiten“

die kirchlichen Dogmen und Lehren seien nicht alle von gleichem Gewicht und nicht alle gleich zentral und relevant für die Frage kirchlicher Gemeinschaft:

Beim Vergleich der Lehren miteinander soll man nicht vergessen, daß es eine Rangordnung oder, Hierarchie‘ der Wahrheiten innerhalb der katholischen Lehre gibt, je nach der verschiedenen Art ihres Zusammenhangs mit dem Fundament des christlichen Glaubens.“

  1. Vatikanisches Konzil(UR 11)

 

Das Christ – Katholische Missionsbistum erkennt alle Dogmen der Katholischen Kirche an und macht dieses unter dem vom II. Vatikanum dargestellten „Hierarchie‘ der Wahrheiten“.

+ Bischof Thomas Doell

30.12.2020

Verlängerung des Corona-Regelbetriebes

 Liebe Kollegen in der Seelsorge,

nachfolgend möchten wir Ihnen wichtige Informationen zur aktuellen Situation zur Kenntnis geben und bitten um unbedingte Beachtung:

  1. Beschlüsse der Bundesregierung sowie der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder:

Aufgrund der aktuellen Lage haben sich am heutigen Sonntag die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder mit der Bundeskanzlerin beraten und im Wesentlichen folgende Beschlüsse gefasst:

  1. Der Einzelhandel wird geschlossen. Ausnahmen gelten für Geschäfte des täglichen Bedarfes.
  2. Die Schulen werden grundsätzlich geschlossen oder die Präsenzpflicht ausgesetzt. In Kindertagesstätten wird analog verfahren.
  3. Im privaten Bereich dürfen nicht mehr als 5 Personen aus zwei Haushalten zusammenkommen (Ausnahme: An den Weihnachtsfeiertagen sind Treffen mit 4 über den eigenen Hausstand hinausgehenden Personen zuzüglich Kindern im Alter bis 14 Jahre aus dem engsten Familienkreis zulässig).
  4. Arbeitgeber werden gebeten, großzügige Home-Office-Lösungen anzubieten.

Die Maßnahmen treten ab 16.12.2020 in Kraft.

  1. Verlängerung des Corona-Regelbetriebes:

Die gegenwärtige Verschärfung des Infektionsgeschehens bereitet Anlass zur Sorge und hat gleichzeitig die Überprüfung der Präventionsmaßnahmen zwingend erforderlich gemacht. In diesem Lichte wurde beschlossen, die bisher geltenden Regelungen des Corona-Regelbetriebes zunächst bis Ende März 2021 zu verlängern. Unsere Maßnahmen und ihre konsequente Umsetzung durch Sie haben dazu geführt, dass wir als Kirche unsere Seelsorge bislang jederzeit aufrechterhalten und unserer Verantwortung gegenüber unseren Mitgliedern gerecht werden konnten. Hierfür gebührt Ihnen an dieser Stelle nochmals unser aufrichtiger Dank! Spätestens Ende März 2021 erfolgt erneut eine umfassende Überprüfung der Vorgaben des Corona-Regelbetriebes.

  1. Impfkonzept der Bundesregierung:

Es ist uns bewusst, dass die Verfügbarkeit und der Zugang zu einem Impfstoff gegen eine COVID-19-Infektion viele Kolleginnen und Kollegen beschäftigt. Aus diesem Grunde wollen wir die Thematik auch aktiv aufgreifen und die aktuellen Fakten darstellen:

  1. Derzeit ist in Deutschland noch kein Impfstoff zugelassen. Erst Ende des Monats wird damit gerechnet.
  2. Es ist im Moment noch ungeklärt, ob eine geimpfte Person bei erneutem Viruskontakt andere anstecken kann oder nicht.
  3. Es ist nicht klar, wie lange die Impfung wirkt.
  4. Geschwindigkeit und Umfang der Eindämmung der Corona-Pandemie durch Impfungen hängen letztlich auch von der Impfbereitschaft der Bevölkerung ab. Umfragen hierzu sind aktuell sehr volatil und damit wohl nicht sehr verlässlich.

Wir beobachten vor diesem Hintergrund die diesbezügliche Entwicklung sehr genau und werden zum gegebenen Zeitpunkt notwendige Entscheidungen treffen und darüber informieren. Bis dahin können wir nur auf die bei uns umgesetzten Schutzmaßnahmen setzen!

Wir möchten Sie alle in diesem Zusammenhang nochmals an die im Corona-Regelbetrieb festgelegten Abstands- und Hygieneregeln erinnern. Regelmäßiges Händewaschen, die Händedesinfektion, das Tragen einer Alltagsmaske, die Einhaltung des Mindestabstandes und regelmäßiges Lüften sowie die Nutzung der Corona-App sind unsere wesentlichen Erfolgsgaranten. Bitte unterstützen Sie nach wie vor unsere Anstrengungen zum Schutz vor Corona durch die konsequente Umsetzung unserer Maßnahmen. Wir appellieren auch an Ihre Eigenverantwortung im Umgang mit der Pandemie im privaten Bereich, insbesondere im Hinblick auf die anstehenden Feiertage. Wir bauen nach wie vor auf Ihre aktive Mitwirkung und danken ausdrücklich für die bisher von Ihnen an den Tag gelegte Besonnenheit.

 In diesem Sinne wünschen wir Ihnen allen eine gute Woche und bleiben Sie gesund!

Generalvikar

Oliver van Meeren

14.1.2.2020

Die Christkatholische Kirche und das Missionsbistum

haben keine Innterkommunion mit:

Slowakei

Altkatholische Kirche der Slowakei

Starokatolícka cirkev na Slovensku

Bischof Dr Augustín Bačinský

Chrenovská 15
94901 Nitra

00421 948 44 34 74 – sekretariát biskupského úradu

E-mail: biskupsky.urad@slovenski-katolici.sk

http://slovenski-katolici.sk/

Großbritanien

Altkatholische Kirche im Vereinigten Königreich

Old Catholic Church of UK

Bischof Geoffrey Robinson

20 Homesands House

Park Road 

Southport PR9 9JU

01704 512170

revgeoffreyrobinson@gmail.com

https://theoldcatholic.church/about-us

Österreich
Hochkirchliche Vereinigung Augsburgischen Bekenntnises
Konventältester: Prof. Mag. Wolfgang Fischer
Robert Sitter Straße 14
4650 Lambach

Brasilien 

Anglokatholische Kirche vom Hl. Geist

Igreja Anglicana Católica do Espirito Santo

Bischof José Fernando de Faria

Comunidade São Jorge e Santa Rita de Cássia
Vila Velha / ES – Contato (27) 9.9905-7643

anglicanacatolica@gmail.com

https://www.anglicanacatolica.com/

Argentinien

Anglokatholische Kirche in Argentinien

Iglesia Anglocatolica Argentina

Bischof Cristian Romero

+ 54 370 5011812 / +54 370 434-0203

cristian@anglicano.org

https://anglicano.org

Voraussetzungen für die Sakramentengemeinschaft sind nicht gegeben

Nur das Deutsche CK – Bistum unter der Leitung von Bischof Klaus Maas hat eine Interkommunion mit diesen Gemeinschaften

Generalvikar

Oliver van Meeren

13.12.2020

Voraussetzungen für die Sakramentengemeinschaft

Sucht eine katholische Jurisdiktion Gemeinschaft mit der Christ-Katholischen Kirche, muss sie im Einklang sein mit und ihre Treue bekennen zu:

der authentischen Lehre, wie sie von den Aposteln gemäß der Heiligen Schrift und der heiligen Tradition überliefert wurde,

einer gemeinsamen Feier des heiligen Messopfers als Re-Präsentation des Opfers von Golgatha, in der unser Herr und Heiland Jesus Christus wahrhaft und substantiell in der heiligen Eucharistie gegenwärtig ist,

dem Nachweis einer identifizierbaren, gültigen und legalen apostolischen Sukzession.

Eine katholische Jurisdiktion, die Gemeinschaft mit der Christ-Katholischen Kirche sucht, muss ein gültiges und legales Bischofsamt (Episkopat) nachweisen. Ein gültiges Bischofsamt ist eines, das seine Sukzession auf eine der katholischen Kirchen entweder des Ostens oder des Westes zurückführen kann. Ein legales Bischofsamt ist eines, das auf einem von der entsprechenden Jurisdiktion akzeptierten Wahlverfahren beruht. Falls eine Jurisdiktion kein gültiges und legales Bischofsamt besitzt, muss sie die Einhaltung aller in diesem Dokument aufgeführten Anforderungen erklären, bevor eine Bischofsweihe in Betracht gezogen werden kann.

Eine um Gemeinschaft mit unserer Kirche nachsuchende katholische Jurisdiktion muss die sieben Sakramente, die Lehre, dass die Feier der heiligen Messe ein Opfer ist und die katholischen Prinzipien und Glaubenswahrheiten akzeptieren, wie sie zu finden sind in:

dem Apostolischen Glaubensbekenntnis

dem Glaubensbekenntnis von Nizäa – Konstantinopel

den Entscheidungen die ersten sieben Ökumenischen Konzile

Die Sakramentengemeinschaft (communio) basiert auf den drei folgenden Hauptpunkten:

Jede Kirche erkennt die Katholizität und Selbständigkeit der anderen an und bewahrt ihre eigene.

Jede Kirche verpflichtet sich, den Mitgliedern der anderen Kirche die Teilnahme an den Sakramenten zu erlauben.

Die Sakramentengemeinschaft erfordert von beiden Kirchen nicht die Akzeptanz aller Lehrmeinungen, sakramentaler Frömmigkeit oder liturgischen Praxis, die für die andere charakteristisch ist, sondern bedeutet, dass die jeweils andere alles Wesentliche des katholischen Glaubens festhält.

Es gilt Gleichheit unter den Bischöfen der Kirchen, die in voller Gemeinschaft stehen, da durch Christi Vorbild jede Kirche durch ihren Bischof geleitet wird. Es versteht sich, dass eine volle Gemeinschaft nur unter den Bischöfen, in denen die apostolische Sukzession der Kirche fortdauert, bestehen kann. Damit „Bischöfe in voller Gemeinschaft“ gemeinsam Anteil an der sakramentalen Natur der Kirche haben, muss eine bestimmte Beziehung oder Kollegialität unter ihnen bestehen.

Unsere Kirche versteht die Kollegialität der Bischöfe so, dass sie das Folgende beinhaltet:

Kein Bischof ohne Gemeinden, keine Gemeinden ohne Bischof. Der Begriff „Kollegialität“ wird verwendet, um die Beziehung zum Ausdruck zu bringen, in welcher die Bischöfe als Nachfolger der Apostel untereinanderstehen. Jeder Bischof lehrt, heiligt und führt in der Hirtenrolle – durch die Gnade des Heiligen Geistes.

Kirchen, die in eine Vereinbarung über die volle Gemeinschaft eintreten, erkennen an, dass unter einander Gleichheit gilt; überall ist die jeweilige Ortskirche das Organ, das alles für die Erlösung Notwendige bietet. In ihr werden die Geheimnisse der Erlösung verkündet und gefeiert; in ihr wird das Wort (Logos), Jesus Christus, wirklich in der Eucharistie gegenwärtig; in ihr wird der den Aposteln anvertraute Glaube weitergegeben. Also ist die jeweilige Ortskirche wahrlich Christi Kirche, die in der Welt gegenwärtig ist; sie ist nicht einfach ein Teil oder Stück von etwas Größerem.

Jeder Bischof hat teil an der Mission, die den Aposteln von unserem Herrn und Erlöser Jesus Christus anvertraut war. Dies ist wahre Amtsteilhabe, denn die Sendung der Kirche wurde nicht einem einzelnen Apostel, sondern allen Aposteln anvertraut.

Darum, wie die Apostel in Beziehung zueinander waren, besteht die gleiche Beziehung unter den Bischöfen der Kirche von heute. Nicht nur ist jeder Bischof Lehrer und Aufseher der ihm anvertrauten Kirche, sondern er trifft gemeinsam mit seinen bischöflichen Brüdern Entscheidungen und gibt den Glauben der ganzen Kirche weiter.

Dieser Text wurde im Jahre 2010 durch die Bischöfe der Polnisch-Katholischen Nationalkirche in Amerika verfasst und 2012 von der Christ-Katholischen Kirche in Deutschland übernommen und am 09.10.2020 vom Christ-Katholischen Missionsbistum in der folgenden abgeänderten Fassung übernommen.

 

Glaubensbekenntnis von Nizäa –Konstantinopel

Das Missionsbistum der Christ-Katholischen Kirche bekennt sich zum Glaubensbekenntnis von Nizäa –Konstantinopel in folgender Fassung.

Das Nizänum stammt aus dem Jahr 325 (Konzil in Nizäa). Der heute verwendete Text stimmt inhaltlich weitgehend mit der Fassung von 381 (Konzil von Konstantinopel) überein.

Die trinitätstheologische Formulierung „Spiritum Sanctum, Dominum et vivificantem, qui ex Patre Filioque procedit“ – „den Heiligen Geist, der Herr ist und lebendig macht, der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht“ gehören zu unserm Glauben und Ekklesiologie.

Wir glauben an den einen Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
der alles geschaffen hat,
Himmel und Erde,
die sichtbare und die unsichtbare Welt.

Und an den einen Herrn Jesus Christus,
Gottes eingeborenen Sohn,
aus dem Vater geboren vor aller Zeit:
Gott von Gott,
Licht vom Licht,
wahrer Gott vom wahren Gott,
gezeugt, nicht geschaffen,
eines Wesens mit dem Vater;
durch ihn ist alles geschaffen.
Für uns Menschen und zu unserm Heil ist er vom Himmel gekommen,
hat Fleisch angenommen durch den Heiligen Geist
von der Jungfrau Maria und ist Mensch geworden.
Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus,
hat gelitten und ist begraben worden,
ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift
und aufgefahren in den Himmel.
Er sitzt zur Rechten des Vaters
und wird wiederkommen in Herrlichkeit,
zu richten die Lebenden und die Toten;
seiner Herrschaft wird kein Ende sein.

Wir glauben an den Heiligen Geist,
der Herr ist und lebendig macht,
der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht,
der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird,
der gesprochen hat durch die Propheten,
und die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche.
Wir bekennen  die eine Taufe zur Vergebung der Sünden.
Wir erwarten die Auferstehung der Toten
und das Leben der kommenden Welt.

Amen.

Die Wirklichkeit der Kirche wird im Glaubensbekenntnis von Nizäa-Konstantinopel, das als einzig wirklich ökumenisches Glaubensbekenntnis gelten darf, umschrieben mit vier Adjektiven (den sog. notae ecclesia), die Aspekte ihres Wesens benennen. Sie ist die eine, heilige, katholische und apostolische.

Vgl. Prof. Dr. Urs von Arx, Bern –Einheit, Katholizität und Apostolizität der Kirche – IBK – Theologie.

Generalvikar Oliver van Meeren

07.10.2020