Gültigkeit der Weihe

Eine Weihe gilt dann gültig und als Sakrament vollzogen, wenn alle dazu notwendigen Voraussetzungen gegeben sind: Der spendende Bischof muss in apostolischer Sukzession stehend von Christus mit dem Auftrag ausgestattet sein, das Sakrament zu spenden. Der Empfänger muss getauft und männlich. Ferner muss der Empfänger von der Kirche in dieses Amt berufen und dazu geeignet sein.

Das eine Weihesakrament entfaltet sich in drei Stufen (ordines):

  • Diakonat(Diakonweihe, ordo diaconorumOrdinatio diaconorum) – die Hauptaufgaben des Diakons sind im diakonischen und seelsorglichen Dienst, der Verkündigung des Evangeliums und der Feier des Gottesdienstes.
  • Presbyterat(Priesterweihe, ordo presbyterorumOrdinatio presbyterorum) – der Priester übernimmt als Mitarbeiter des Bischofs die Leitung von Gemeinden und die Spendung der Sakramente (mit Ausnahme der Weihe).
  • Episkopat(Bischofsweihe, ordo episcoporumOrdinatio episcopalis) – die Bischöfe sind als Nachfolger der Apostel für die Leitung der Kirche verantwortlich. In der dritten und höchste Weihestufe vereint sich die Fülle des Weihesakraments.

Die einzelnen Stufen bauen aufeinander auf: Zum Empfang der Priesterweihe ist die Diakonweihe erforderlich, für die Bischofsweihe die Priesterweihe. Die Bischofs- und Priesterweihe verleihen die Sendung und die Vollmacht, in der Person Christi zu handeln, die Diakonweihe „hingegen die Kraft, dem Volk Gottes in der Diakonie der Liturgie, des Wortes und der Liebe zu dienen“ (can. 1009 §3 CIC).

Der Weihekandidat muss – neben der religiösen und menschlichen Eignung – getauft und gefirmt sei. Außerdem müssen die notwendigen Fähigkeiten im Bereich seelsorglicher Fähigkeiten vorliegen.

Bezüglich der Ehe: Kirchenrecht