Interviews

Scherer Daily - 18. Juni 2020

Zeitungsartikel

Ein Unternehmer aus Main-Spessart ist Weihbischof und predigt in Wernfeld

Main-Post, 26. Februar 2020

Keine Frage, reden kann er. Im Gespräch mit Thomas Doell ist dieser manchmal kaum zu bremsen. Gleichzeitig strahlt er grenzenlosen Optimismus aus. Beides sind geeignete Voraussetzungen für seinen Beruf als Persönlichkeitstrainer und Berater. „Eigentlich wollte ich erst Priester werden“, schildert er seinen Werdegang. Nun aber hat er seit mittlerweile 30 Jahren ein erfolgreiches Unternehmen, das anderen zeigt, wie sie ebenfalls erfolgreich sein können. Allerdings hat er sein ursprüngliches Ziel quasi „nebenbei“ auch erreicht. Er ist ehrenamtlicher Weihbischof der Christ-Katholischen Kirche.

In Mühlbach ist der Sitz des „Teams Thomas Doell“. Hier arbeiten vier Personen im „Backoffice“, kümmern sich um Verwaltung und Buchhaltung. In dem Team selbst sind 20 bis 30 Mitarbeiter deutschlandweit und darüber hinaus freiberuflich tätig. Als ihre Leistungen führt die Gruppe auf: Führungskräfteentwicklung, Vertriebs- und Verkäuferentwicklung, Teamentwicklung sowie Organisations- und Kulturentwicklung.

„Ohne Werte ist alles nichts“

Kulturentwicklung? „Es geht um  die Firmenkultur, darum, welchen Umgang die Menschen miteinander haben“, erklärt Doell. Ganz wichtig sind ihm Werte. Ohne sie sei alles nichts. Von einem Bauernhof im 120 Einwohner zählenden Hofstetten bei Königsberg (Lkr. Haßberge) stammend, studierte er in Würzburg Theologie, Philosophie und Religionspädagogik. „Als ich mit 24 mein Studium beendet hatte, geriet ich in eine Lebenskrise – nicht wegen des Zölibats, sondern weil mir das Priesterseminar zu eng war.“

Knapp zwei Jahre habe er als Verkäufer und Tellerwäscher gejobbt. „Da habe ich gemerkt, wie wichtig es ist, dass alle Menschen größeren Respekt verdienen.“ An Günter Wallraff erinnert Doells Feststellung: „Ich war ganz unten.“ Es gebe Menschen, die die Bedienung nicht grüßen. Das stört ihn. „Denn da beginnt Leben.“

Nach seiner Lebenskrise machte er sich als Berater und Coach für Führungskräfte selbstständig. „Ich habe das in der Kaltakquise begonnen“, blickt er zurück. Das bedeutet: einfach potenzielle Kunden anrufen und seine Leistung anbieten. Zwei bekannte Unternehmen in Main-Spessart gehörten zu den ersten Auftraggebern. So fand er sein heutiges Metier. „Ich entwickle immer Menschen.“ So knapp fasst er seine Tätigkeit zusammen.

Das „Team Doell“ bietet schwerpunktmäßig Trainings für Teams und zur Organisationsentwicklung an. Doell selbst macht Trainings für Führungskräfte und gibt Inspirationsimpulse.

Weihbischof der Christkatholischen Kirche

Neben dem Geschäftsmann Doell gibt es den spirituellen Doell. 2002  gründete er die gemeinnützige Stiftung „Life Spirit“, um Menschen in Lebenskrisen „Impulse für ein starkes Leben“ zu geben. Die Palette dieser Stiftung ist weit gefächert. Sie reicht bis hin zu den Gottesdiensten der Christkatholischen Kirche, die Doell einmal im Monat in der alten Wernfelder Kirche hält. Auch werden Tauf-, Hochzeits- oder Beerdigungszeremonien angeboten.

Der Christkatholischen Kirche (CKK), die sich 2011 von der Alt-Katholischen Kirche (nicht zu verwechseln mit der römisch-katholischen Kirche) getrennt hat, hat sich Thomas Doell in ihrer Gründungszeit zugewandt. Anders als die Alt-Katholische Kirche lehnt die CKK die Weihe von Frauen zu Priesterinnen und die Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften ab. In Bayern gibt es zwei Gemeinden – die in Dachau und die im Raum Karlstadt. Das Einzugsgebiet der Karlstadter Gemeinde deckt sich ungefähr mit Unterfranken. Im Mai 2019 ließ sich Thomas Doell zum Weihbischof ernennen.

Auch die Ausbildung zum Diakon und Grabredner ist über „Life Spirit“ möglich. Das hat der Karlstadter Dietholf Schröder wahrgenommen. Er fungiert jetzt als Projektleiter des Waldfriedhofs „Am Trauberg“ zwischen Marktheidenfeld und Esselbach. 

Reden über Leben und Tod

Und dann gibt es den Redner Thomas Doell. Anfang Februar beteiligte er sich am internationalen Speaker-Slam in München. 54 Redner präsentierten dort ihr Talent. Jeder hatte fünf Minuten Zeit, um das Publikum für sich zu gewinnen. Am ersten Tag, so berichtet Doell, trat er mit nacktem Oberkörper und einer herablaufenden „Blutspur“ auf. Er berichtete, wie er seinen Bruder fast erschossen hätte. Am zweiten Tag berichtete er im Bischofshemd über den Tod des verunglücken Bruders. Am dritten Tag sprach er über Inspiration.

Nicht wegzudenken aus seinem Leben ist der Sport. Tägliches Training ist für ihn als Marathonläufer selbstverständlich. Und über den Sport hat er auch seine Frau kennengelernt, als er in einem Karlstadter Fitnessstudio als Trainer arbeitete. Damit ist auch die Frage geklärt, wie er nach Mühlbach fand.

Quelle: https://www.mainpost.de/regional/main-spessart/Ein-Unternehmer-aus-Main-Spessart-ist-Weihbischof-und-predigt-in-Wernfeld;art772,10412981

Christ-Katholische Kirche weiht zwei neue Bischöfe

Main-Post, 20. Mai 2019

Rund 160 Gläubige und Freunde waren zur Bischofsweihe der Christ-Katholischen Kirche in Deutschland von Klaus Mass und Dr. Thomas Doell in die Schlossparkhalle nach Urspringen gekommen.  Pfarrer Gerhard Siedler begrüßte alle zu diesem „Fest der Freude“.

Feierlich zogen die Bischöfe Josef Gerard Laplante und Jürgen Schmode (Altkatholische Kirche von Britisch Kolumbien), Bischof Hansjörg Peters (Altkatholische Kirche der Slowakei), Bischof Adam Rosiek (Altkatholische Nationalkirche in Polen) und der Bischof „electus“ Klaus Mass sowie der ernannte Weihbischof Doktor Thomas Doell, beide von der Christ-Katholischen Kirche in Deutschland, ein. Mitzelebriert wurde der Gottesdienst durch den Archidiakon Prof. Dr. Volker Schulte (Schweiz), den Priester Pater Emanuel Panzalovic, Pfarrer Gerhard Seidler und Diakon Fritz Hartmann (alle aus dem Bodenseeraum) sowie dem Diakon Dietholf Schröder und dem Subdiakon Roman Weimann (beide Sankt Patrick in Karlstadt).

„Hier malocht der Chef“

Bischof Klaus Mass wurde durch die Synode der Kirche im November letzten Jahres in München gewählt. Auf derselben Synode wurde der Weihbischof durch den gewählten Bischof in sein Amt berufen. Der Weihegottesdienst wurde teilweise auch in englischer und in polnischer Sprache gehalten.

 

Mass sagte in seiner Predigt: „Christus ist unser Fundament und unser Eckstein. Wir sind alle in sein Haus und den Gottesdienst eingeladen.“ Er stammt aus dem Ruhrgebiet und übersetzte seinen Wahlspruch „Tut dies zu meinem Gedächtnis“ in die Sprache des Ruhrpotts mit „Hier malocht der Chef“.

Die feierliche Bischofsweihe erfolgte durch Hauptzelebrant Bischof Laplante. Die Kandidaten antworteten auf die Fragen um am Aufbau der Kirche mitzuarbeiten, ihr bis zum Tod zu dienen, zu sorgen wie ein guter Vater, gütig und barmherzig zu sein und Verwirrte zurückzuführen: „Ich bin bereit.“ Beim anschließenden Wechselgesang der Allerheiligen-Litanei lagen sie vor dem Altar. Es folgte die Bedeckung mit dem Evangeliar, das Weihegebet und die Salbung mit Chrisam.

Weihbischof erhält Hirtenstab

Mit den Worten: „Empfange Gottes Evangelium, diesen Ring als Zeichen deiner Treue, die Mitra als Zeichen deines Amtes“ wurde Bischof Klaus Mass auch der Bischofsstab überreicht. Der neugeweihte Bischof nahm dann Platz auf seinem Bischofsstuhl. Mit derselben Zeremonie wurde auch Thomas Doell zum Weihbischof erhoben und erhielt den Hirtenstab. Sein Wahlspruch lautet: „Ich bin gekommen, damit du Leben in Fülle hast.“

In einem leidenschaftlichen Schlusswort forderte Weihbischof Thomas Doell die Anwesenden auf: „Seid kreativ, seid stark! Kirche von morgen, das sind wir. Einer für alle, alle für einen!“

Musikalisch umrahmt wurde die Weiheliturgie vom Männergesangverein „Liederkranz“ 1886 Urspringen, der Gospelsängerin Felicia Taylor und Christian Dunst am Keyboard. Die Tochter von Bischoff Klaus Mass spielte auf der Violine die Europahymne spielte. Im Anschluss an den Gottesdienst wurde im Nebenraum der Schlossparkhalle gefeiert.

Quelle: https://www.mainpost.de/regional/main-spessart/Christ-Katholische-Kirche-weiht-zwei-neue-Bischoefe;art129810,10242010

Thomas Doell wird geweiht

Main-Post, 23. September 2012

Am Sonntag, 30. September, wird Bischof Dr. Roald N. Flemestad (Oslo) um 11 Uhr drei Männer zu Diakonen weihen. Die Feierlichkeiten finden in der Kapelle der ökumenischen Zisterzienserabtei St. Severin (Eichwald 5-7) in Kaufbeuren statt. Unter ihnen ist Dr. Thomas Doell aus Karlstadt.

Neben ihm werden auch Dr. Christian Kliver (München) und Br. Gerhard Seidler OPR (Ebenweiler/Schwaben) das Sakrament der Diakonenweihe empfangen. Während Kliver zum ständigen Diakon ordiniert wird, werden die Theologen Thomas Doell und Br. Gerhard Seidler im November das Sakrament der Priesterweihe empfangen.

Es handelt sich um die erste Ordinationsfeier innerhalb der erst im April diesen Jahres in Deutschland etablierten Christ-Katholischen Kirche. Die Christ-Katholiken gehören in die Konfessionsfamilie der Altkatholiken, diese bekennen sich zum katholischen Glauben, lehnen jedoch das Dogma von der Unfehlbarkeit des Papstes sowie den Pflichtzölibat ab.

Die altkatholischen Kirchen wurden in Folge des ersten vatikanischen Konzils (1870) im Rahmen eines damaligen Kirchenvolksbegehrens gegründet. Die Kirchen wurden bischöflich-synodal organisiert, wodurch den Laien weitgehende Mitbestimmungsrechte (zum Beispiel die Bischofswahl) zuteil wurden. Schon Jahrzehnte vor dem Zweiten Vatikanum (1962) wurde die Liturgie in der jeweiligen Landessprache gefeiert und der ökumenische Austausch mit anderen christlichen Konfessionen gesucht.

Quelle: https://www.mainpost.de/regional/main-spessart/Thomas-Doell-wird-geweiht;art772,7039299

Mutig das Leben entschleunigen

Main-Post, 29. Juli 2013

„Hol mal Luft – entschleunige Dein Leben“ war das Motto des Geistlichen Impulses auf dem Marktplatz beim TSV-Weinfest. Ob auf der Autobahn oder beim Einkaufen, alles müsse schnell gehen, schilderte Jugend- und Eventpfarrer Thomas Doell eindrücklich: „Wir sind alle Adrenalin-Dauerjunkies.“ Mal zur Ruhe zu kommen und durchzuatmen bedeute aber keineswegs, ein langweiliges und sicheres Leben zu führen, sondern Kraft zu schöpfen für die Dinge im Leben, die einem wichtig sind und sie mit Mut anzugehen. Unterstützt wurde Thomas Doell von der Entspannungs-Therapeutin und Lifecoach Siegrid Großhauser, die den Teilnehmern eine Atem-Meditation ermöglichte, der Sängerin und Songschreiberin Anja Höfling sowie der Gospel-Sängerin Felicia Taylor als Stargast. Ihre gewaltige Stimme ließ den Marktplatz erbeben.

Quelle: https://www.mainpost.de/regional/main-spessart/Mutig-das-Leben-entschleunigen;art772,7600373

Ein Jugendtraum wird wahr

Main-Post, 28. November 2012

Ein verheirateter Vater von zwei Kindern ist katholischer Priester. Geht das? Ja, es geht. Thomas Doell, Diplom-Theologe, Doktor der Philosophie und ehemaliger römisch-katholischer Priesterseminarist, wurde jüngst in München zum Priester geweiht. Er bleibt Ehemann, Vater, Persönlichkeitsscout, Unternehmens- entwickler und katholisch. Allerdings gehört er der Christ-Katholischen Kirche an. Sie folgt der urkatholische Glaubenslehre, verneint die Unfehlbarkeit des Papstes und lehnt den Zölibat ab (siehe Kasten).

„Ich bin glücklich, dass ich nie aufgegeben habe und meinen Lebenstraum verwirklichen konnte: Ich bin katholischer Priester“, erzählt mit fast jugendlicher Begeisterung Pastor Dr. Thomas Doell im Main-Post-Gespräch. Wobei er katholisch definiert mit allumfassend, das Ganze betreffend: „Ich hole Menschen da ab, wo sie sind. Sie sind nicht mehr in der Kirche. Sie sind am PC und am Smartphone, kommunizieren über Apps, SMS. Sie skypen und posten, schauen Soaps, X-Faktor und Superstar. Aber sie spüren Einsamkeit, Leere und Trostlosigkeit. Sie konsumieren Drogen und werden psychosomatisch krank.“

Ihm ist egal, welcher Konfession der Mensch angehört. Pastor Doell: „Es geht um den Glauben. Und ich frage ihn: Was brauchst Du, um glücklich und erfüllt zu leben?“

Thomas Doell, verheiratet, zwei fast erwachsene Kinder, Vorsitzender der gemeinnützigen Stiftung Sinnakademie, Buchautor und Unternehmensentwickler, lebt in Himmelstadt und hat sein Büro in Mühlbach.

Über sein Alter spricht er nicht. Er weigert sich, sich von der Einzigartigkeit eines jeden Menschen mit der Frage nach dem numerischen Alter ablenken zu lassen. Wer bestimmt denn, wer alt ist? „Jeder trägt Gott in sich. Jeder hat Träume. Und jeder kleine Schritt des Einzelnen wirkt auf die ganze Welt.“

Liebe zu Natur und Sport

Diese Philosophie fand der erzkonservativ-katholisch erzogene Bauernsohn aus der Nähe von Haßfurt in der Natur, in der er etwas Göttliches spürte. Die Liebe zu Natur und Sport – er läuft Marathon – hat sich bis heute bewahrt, und Doell fragt sich angesichts der vielen Stubenhocker vor den PC, wie die Kinder heute die Schöpfung begreifen sollen, wenn sie aus engen Räumen, umgeben von künstlichen Dingen, nicht herauskommen.

Mit 14 sah er seinen Lebensweg genau vor sich: „Ich holte das Abitur nach, trat ins Priesterseminar ein, lernte in drei Semestern Griechisch, Latein und Hebräisch. Ich war der schnellste und eifrigste Student.“ Doch dann kamen dem jungen Mann Zweifel an der Institution Kirche. Wollte er wirklich zölibatär leben? Wollte er ein ganzes Priesterleben in diesem römisch-katholisch-dogmatischen Korsett verbringen? Doell: „Ich hatte mich zu einem glühender Verfechter für die Freiheit des Glaubens entwickelt.“

Er stieg aus. „Zwei Jahre war ich ganz unten. Ich arbeitete als Tellerwäscher und Nachtportier. Ich weiß, was es heißt, kein Geld zu haben.“ Heute ist er ziemlich weit oben, auch dank seiner harten Lehrjahre ganz unten. Heute schreibt er Bücher über das Aufstehen und Durchhalten, darüber, sich nie aufzugeben, und über die Erkenntnis: Nur wer sich selber liebt, kann anderen Menschen Gutes tun. Sein siebtes Buch „Den Gewinner erkennst du nie am Start“ erscheint im Januar.

Mit 27 Jahren Unternehmer

Thomas Doell gründete mit 27 Jahren seine Unternehmungen. Sein Klientel sind Führungskräfte, Vorstände und Gesamtunternehmen. Vor Jahren fand Doell seine Möglichkeit, seine Berufung zu leben, und wurde Christ-Katholik. Sein Ziel, Priester und Missionar des Glaubens zu werden, sah Doell wieder vor sich. Er wurde Diakon und bereitete sich auf das Priesteramt vor. „Mir war wichtig, dass ich eine in Sukzession stehende Weihe erhielt.“

Am 17. November weihte Bischof Roald Flemestad aus Oslo den Diakon zum Priester. Für seine Kirche arbeitet Thomas Doell ehrenamtlich. In der Sinnakademie, der Doell vorsitzt, arbeitet der Pastor an vielen Projekten mit der Mission „Impulse für ein sinnvolles und glückliches Leben.“ Auch Trostspendung an Hinterbliebene und Hilfe bei Beerdigungen gehören zur Sinnakademie. Dietholf Schröder aus Karlstadt ist der verantwortliche Ansprechpartner.

Mit dem deutschen Rocksänger Peter Maffay möchte Thomas Doell einen Wertefilm für Jugendliche drehen. Die beiden Menschenfreunde fanden sich vor vier Jahren und denken über ein gemeinsames Projekt nach mit der Mission, „starke Menschen bestehen, harte Zeiten vergehen“. Sie haben es beide erlebt.

Christ-Katholische Kirche

Die Christ-Katholiken gehören in die Konfessionsfamilie der Altkatholiken. Sie bekennen sich zum katholischen Glauben, lehnen aber das Dogma von der Unfehlbarkeit des Papstes und den Pflichtzölibat ab. Die altkatholischen Kirchen wurden in Folge des ersten vatikanischen Konzils (1870) bei einem damaligen Kirchenvolksbegehren gegründet. Die Kirchen wurden bischöflich-synodal organisiert, wodurch den Laien weitgehende Mitbestimmungsrechte zuteil wurden.

Die Christ-Katholische Kirche in Deutschland ist eine Administratur der Nordisch-Katholischen Kirche in Norwegen. Gemeinsam bilden die Kirchen mit der Polnisch-Katholischen Nationalkirche (PNCC) in den USA die altkatholische Union von Scranton. Der Kirchenbund vertritt etwa 30 000 Christen in 150 Pfarreien in acht Ländern der Erde. Über die Mutterkirche PNCC gehören die Mitglieder seit 1948 dem Weltkirchenrat an. Seit 2006 besteht zwischen der PNCC und der römisch-katholischen Kirche eine Vereinbarung über die (eingeschränkte) Zulassung von Gläubigen der einen Kirche zu den Sakramenten der jeweils anderen Kirche.

Die apostolische Sukzession oder Nachfolge ist eine Selbstvergewisserung über die Treue der eigenen Kirche zur urchristlichen Tradition. Sie sieht die Kontinuität zwischen Urkirche und heutiger Kirche sowie der eigenen Konfessionskirche gewährleistet durch eine Kette von Handauflegungen, ausgehend von den Aposteln über viele Bischöfe vergangener Tage bis hin zu den heutigen Bischöfen. Während die Sukzession in den ersten christlichen Jahrhunderten nicht mit heutiger historischer Strenge nachweisbar ist, gilt sie ab dem 12. Jahrhundert als gesichert.

Quelle: https://www.mainpost.de/regional/main-spessart/Ein-Jugendtraum-wird-wahr;art774,7162813