Kirchliches Eigenrecht des Christ-Katholischen Missionsbistums

 

Wir halten fest an dem alten katholischen Glauben, wie er in der Heiligen Schrift, in den ökumenischen Glaubensbekenntnissen und in den allgemein anerkannten dogmatischen Entscheidungen der ökumenischen Konzilien der ungeteilten Kirche des ersten Jahrtausends ausgesprochen ist. Wir bekennen uns zu der Einen, Heiligen, Katholischen und Apostolischen Kirche. 

Wir sind eine autonome Ortskirche im altkirchlichen Sinn (ecclesia localis), die sich selbständig Ordnungen und Satzungen gibt. Die Geltung der staatlichen Vorschriften bleibt, soweit sie in der folgenden Ordnung nicht ausdrücklich erwähnt werden, unberührt. Nach dem geltenden Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland „ordnet und verwaltet jede Religionsgemeinschaft ihre Angelegenheiten selbständig innerhalb der Schranken des für alle geltenden Gesetzes“ (Art. 140 GG i. V. m. Art. 137 Abs. 3 der deutschen Verfassung vom 11. August 1919). § 4 Fortbestand wohlerworbener Reche. Alle wohlerworbenen Rechte bleiben durch die nachfolgenden Bestimmungen unberührt, sofern sie nicht durch sie ausdrücklich aufgehoben werden.

Ordnungen und Satzungen

I. Der Bischof

  1. Der Bischof ist als Nachfolger der Apostel und Zeichen der Einheit das Oberhaupt der Kirche.
  2. Dem Bischof ist aufgrund seiner kanonischen Weihe die Verantwortung für die apostolische Tradition, den Gottesdienst und die Katechese der Kirche anvertraut.
  1. Die letzte Zuständigkeit in Fragen des Glaubens, der Sitten und der kirchlichen Disziplin liegt beim Bischof und den mit ihm vereinten Geistlichen.
  1. Der Bischof nimmt Berufungen, Weihen und Amtseinführungen von Priestern und Diakonen vor.
  1. Der Bischof kann Laien und Geistliche in einem geregelten Verfahren aufgrund von Verfehlungen in Fragen der Lehre, der Sitten oder der kirchlichen Disziplin suspendieren.
  1. Die Außenvertretung der Kirche, sowohl gegenüber weltlichen als auch gegenüber kirchlichen Stellen, obliegt dem Bischof.
  1. Der Bischof kann einen weltlichen oder kirchlichen Juristen zum Offizial der Kirche bestellen.
  2. Im Falle der Sedisvakanz durch Tod oder Rücktritt des Bischofs wählen die Regionalvikare einen Bistumsverweser und die Generalsynode einen neuen Bischof.

II. Mitgliedschaft in der Kirche

  1. Die Mitgliedschaft in der Christ-Katholischen Kirche wird durch Taufe, Firmung und eucharistische Gemeinschaft mit dem Bischof erworben.

III. Die Geistlichen

  1. Voraussetzung für die Bekleidung eines geistlichen Amts als Bischof, Priester oder Diakon in der Christ-Katholischen Kirche ist die jeweilige Weihe in kanonisch anerkannter apostolischer Sukzession.
  1. Die Inhaber eines geistlichen Amts sollen die apostolische Tradition bewahren und weitergeben und als Vorbilder für die Gläubigen leben.

IV. Der Protektor

  1. Der Protektor berät den Bischof in allen Angelegenheiten, die für die Kirche von Interesse sind oder die ihm vom Bischof zugewiesen wurden. Er übt die Exekutive im Mission Bistum aus.

V. Die Generalsynode

  1. Der Bischof beruft die Generalsynode ein und ist von Amts wegen Präsident der Synode. Im Fall der Sedisvakanz bekleidet der Bistumsverweser diese Funktion.
  2. Die Synode erörtert die vom Bischof vorgelegten Tätigkeitsberichte und gibt Empfehlungen zu den vom Bischof oder dem Protektor vorgelegten Fragen ab.
  3. Da die Kirche den Glauben der Väter empfangen hat ist die Bistumssynode nicht befugt hieran Änderungen vorzunehmen.
  4. Die Synode wird in der Regel in jedem vierten Kalenderjahr einberufen.
  5. Jede Region entsendet ihren Regionalvikar
  6. Der Bischof ernennt einen Synodalmoderator und bestimmt zwei Mitglieder, die für die Richtigkeit das Synodenprotokoll unterzeichnen.

VI. Auflösung der Kirche

  1. Im Einklang mit dem allgemeinen Zweck der Christ-Katholische Kirche sollen bei Auflösung der Christ-Katholischen Kirche alle Vermögenswerte und Gelder, die sich im Besitz der Kirche befinden oder von anderen treuhänderisch für die Kirche verwaltet werden, an die Altkatholische Kirche von Britisch Kolumbien gehen.